Büro für erforderliche Maßnahmen

Ökostrom – das kann ja jeder sagen

Stimmt. Denn der Begriff ist nicht geschützt. Daher muss man schon etwas genauer hingucken, wenn man mit einem Stromanbieterwechsel auch etwas erreichen will.

Die vier großen Stromkonzerne (E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW) versuchen, mit undurchsichtigen Angeboten oder Firmenneugründungen Kunden zurückzugewinnen. Sie verkaufen angeblich Ökostrom, der oft viel teurer ist, als der Strom von echten Ökostromanbietern.

Anti-Atom-Demo am 5.9. in Berlin

In Deutschland gibt es zur Zeit nur vier zertifizierte Ökostromanbieter.

Hier die Namen in alphabetischer Reihenfolge: EWS, Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace energy, Lichtblick und Naturstrom. Über die Links gelangt man direkt zu den Anbietern oder man nutzt die sehr hilfreichen Informationen, die in der nächsten Zeile stehen.

Infos zu den verschiedenen Stromanbietern gibt es unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder bei Robin Wood.

Und ich bin Fan der Stromrebellen aus Schönau

Die EWS (Elektrizitätswerke Schönau) sind nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl aus einer Bürgerinitiative gegen Atomkraftwerke entstanden und kämpfen seitdem kontinuierlich gegen die Umweltverschmutzung durch Atomkraftwerke und CO2 Emissionen. Diese Entstehungsgeschichte bürgt für ihr Unternehmensziel, mit aller Kraft eine ökologische, zukunftsfähige und bürgerfreundliche Energieversorgung zu gewährleisten.

Die EWS haben unter den Ökostromanbietern den größten Solarstromanteil. Sie fördern mit dem "Sonnencent" kleine und dezentrale Stromproduzenten, deren saubere Energie sonst (noch) nicht wirtschaftlich wäre. Mittlerweile gibt es über 1000 "Stromrebellen"-Kraftwerke.

Foto: Solaranlagen in Schoenau mit dem Sonnenfenster

Die EWS sind genossenschaftlich organisiert und in Bürgerhand. Die 650 Gesellschafter der EWS streben nicht nach maximalem Gewinn. Sie wollen mit ihrem Unternehmen in die Zukunft investieren: für eine atomstromfreie und unabhängige Energieversorgung.

Die Leitlinien der Elektrizitätswerke Schönau(EWS)

[www.ews-schoenau.de]

Gute Gründe, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln

Infos zu den EWS gibt es hier bei BÜFEM. Einfach über das Kontaktformular eine Mail schicken und wenn Ihr wisst wie viel KWh ihr im Jahr verbraucht, kann ich Euch direkt sagen, was das dann im Monat bei den EWS kosten würde. Los jetzt: Stromrechnung raussuchen und ganz unten auf der Seite steht der Verbrauch und der Vorjahresverbrauch.

Stromspartipp Nr. 73
Bücher lesen statt Fernsehn gucken.

Am allerschönsten ist es aber immer noch im direkten Gespräch. Kommt doch einfach zu unserem Ökostrom-Stammtisch. Seit August 2007 treffen wir uns dort regelmäßig und tauschen Informationen aus, beantworten Fragen, planen spektakuläre Aktionen oder sammeln neue Stromspartipps.
Jeden Dienstag ab 19 Uhr in der Tangente, Fürstenwall/Ecke Kronprinzenstraße in Düsseldorf

Ganz interessant ist auch das Thema Bürgersolaranlage. Nicht jeder hat ein eigenes Haus oder auf diesem ein geeignetes Dach für eine Photovoltaikanlage und trotzdem möchte man an dieser faszinierenden Zukunftstechnologie teilhaben. Dann ist eine Beteiligung an einer Bürgersolaranlage genau richtig. Wenn Sie mehr über dieses Erfolgsprojekt wissen möchten, schauen Sie sich zum Beispiel den Solarverein Berlin-Brandenburg an. Wenn Sie in Düsseldorf aktiv werden wollen, gibt es aktuelle Infos bei Düssel-Solar e.V.

Oder kommen Sie einfach zur nächsten Ökostromwechselparty.

Atomausstieg selber machen

Infos zu den verschiedenen Stromanbietern gibt es unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder bei Robin Wood

Nach der faktischen Aufkündigung des Atomkonsenses durch die Atomkraftwerksbetreiber RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW rufen folgende Umwelt- und Verbraucherschutz-Organisationen die Menschen in ganz Deutschland auf, sich von den Atomkonzernen zu trennen.

Interessante Artikel zum Thema:

2008 wird ein sehr gutes Jahr für die Solarbranche

Interview mit Matthew Simmons zur Entwicklung der Erdölvorräte